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Landesgartenschau-Vorbereitungen: Wetter setzt Planer unter Zeitdruck

Artikel vom 11.03.2010 - 21.00 Uhr

Landesgartenschau-Vorbereitungen: Wetter setzt Planer unter Zeitdruck

Bad Nauheim (fa). Draußen vor der Rathaustür eisige Temperaturen, drinnen gleichwohl mit Blick auf den Stand der Vorbereitungen zur Landesgartenschau Optimismus, wenn gleich das Wetter, wie Bürgermeister Bernd Witzel einräumte, die Verantwortlichen »unheimlich unter Druck« setzt. Drei Monate Winterzeit habe man nicht einkalkuliert. Dennoch sei man »derart gut vorbereitet«, dass bis zur Eröffnung am 24. April alle Projekte »ohne große Probleme« fertig gestellt seien, die Trinkkuranlage ausgenommen.
Die Arbeiten am Bootssteg unterhalb des Teichhauses sollen bis Ostern abgeschlossen sein. Aber nicht nur der Steg ist neu, der B
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Die Arbeiten am Bootssteg unterhalb des Teichhauses sollen bis Ostern abgeschlossen sein. Aber nicht nur der Steg ist neu, der Bootsverleiher hat auch neue Boot angeschafft. (Fotos: nic)
Auch LGS-Geschäftsführer Hartmut Kind, der Leiter der städtischen Kur- und Servicebetriebe Frank Müller und Jürgen Patscha, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, gaben sich zuversichtlich. Rund 6200 Dauerkarten sind für das 163 Tage währende Ereignis schon verkauft, zudem mehr als 1000 Einzelkarten. Im Haushalt eingestellt ist eine Summe in Höhe von etwa 1,6 Millionen Euro für das zu erwartende Defizit. Witzel hegt freilich die Hoffnung, »dies herunterzuschrauben«.

Auf dem Gelände der ehemaligen US-Siedlung sorgte die Sulfatbelastung für Zeitverzögerung. 344 Parkplätze entstehen dort, an der Frankfurter Straße etwa 320. Die Festplatzfläche in Steinfurth kann als Ausweich-Parkgelegenheit genutzt werden. Am Parkplatz Frankfurter Straße wird eine neue Brücke errichtet, innerhalb der nächsten zwei Wochen werden dort Kassenhäuschen errichtet. Die Busse sollen an diesen Eingang heranfahren, Besucher absetzen und dann die Stellplätze ansteuern.

Bis Ende März soll das Holzdeck am Großen Teich fertig gestellt sein. Es wird 110 Meter lang, zwölf Meter breit und dient etwa für Yogastunden. Der Erna-Ente-Treff erhält ebenfalls einen Standort am Großen Teich. Verzögert haben sich die Arbeiten am Bootssteg vis à vis. Wie Müller sagte, soll dieses Projekt bis Ostern fertig sein. Auch ein Bootshaus wird es wieder geben, versprach Witzel, dafür seien 10 000 Euro veranschlagt. Das Teichhaus sei als Anziehungspunkt für Besucher wichtig. Die Außenflächen rund um die Restauration wurden hergerichtet, der Betreiber des Bootsverleihs hat 80 000 Euro in die Anschaffung neuer Boote investiert. Der Weg zwischen Teichhaus und Eisstadion soll in einer Woche in Angriff genommen werden.

Das Schwyzer Hüsli soll, obgleich es nicht auf dem Landesgartenschau-Gelände liegt, zur Bewirtung der Besucher dienen. Zudem werden dort für die Zeit der LGS sanitäre Anlagen aufgestellt. Die Stadt sorgt für ein ansprechendes Außengelände; der Caterer, der auch die Gastronomie im Goldsteinpark betreibt, bewritschaftet das Schwyzer Hüsli und hat die Innensanierung übernommen. Der Bauzaun entlang der Parkstraße wird in den nächsten Tagen gegen einen Zaun ausgetauscht, der dem Flair der Stadt entspricht, sagte Witzel. In jedem Fall sei der Zaun um den Kurpark »eine temporäre Einrichtung«.

»LGS ist Motor der Stadtentwicklung«

Als »Motor der Stadtentwicklung« bezeichnete Patscha die Landesgartenschau. Rund 15 Projekte innerhalb der letzten zweieinhalb Jahre hat das Blumenspektakel in der Badestadt angestoßen, Investitionen im Wert von 20 Millionen Euro bewirkt. »Alles wird fertig«, verspricht der Leiter des Amtes für Stadtentwicklung. Ausnahme freilich: Teile der Trinkkur. Weiterer Knackpunkt: der Bahnhof, dessen Aussehen im Innern »ein Riesenproblem« darstellt. Zügig fertigstellen will man das Umfeld von Gradierbau V und die Projekte im Südpark wie beispielsweise den Wasserspielplatz.

Die Trinkkuranlage soll zwar rechtzeitig mit neuem Saal und Foyer glänzen, doch ist die Frage der Gastronomie weiter offen. Derzeit laufen Verhandlungen mit einem Interessenten. Ziel ist, dort ein Angebot an hochwertiger deutscher Küche zu etablieren. Für das Innere des Bahnhofgebäudes seien »kleinere kaschierende Maßnahmen« geplant. Der Blumenhändler soll sich mitten in der Halle platzieren, das Kunstprojekt der Waldorfschule habe sich bereiterklärt, den hinteren Teil mit Malereien zu gestalten.

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Artikel vom 11.03.2010 - 21.00 Uhr
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