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Kurpark: Schilder und Zaun sorgen für Unmut

Artikel vom 11.01.2010 - 02.00 Uhr

Kurpark: Schilder und Zaun sorgen für Unmut

Bad Nauheim (cor). Gerade mal fünf Tage ist sie in Kraft, die Teilsperrung des Bad Nauheimer Kurparks. Auch wenn die Landesgartenschau erst Ende April startet, das Durchqueren der allseits beliebten Grünanlage ist nun nicht mehr möglich. Verärgert reagieren vor allem die Bürger, die den Park zu regelmäßigen Spaziergängen nutzen.
Einer von zwei Ein- und Ausgängen des ansonsten gesperrten Parks: die Treppe am Eisstadion.
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Einer von zwei Ein- und Ausgängen des ansonsten gesperrten Parks: die Treppe am Eisstadion.
Schilder und Zaun sorgen für Unmut, nicht jeder zeigt Verständnis. Zwar sind Erna-Ente-Treff, Teichhaus und Eisstadion weiterhin über die Brücke in Höhe des Hotels Rosenau oder die Treppe vom kleinen Stadion-Parkplatz aus erreichbar, den größten Teil der Grünanlage können die Besucher nun aber nicht mehr betreten. Bemängelt werden vor allem die mangelnden Alternativen. So nutzen viele Fußgänger die Parkwege normalerweise, um von einem Punkt der Stadt zum anderen zu gelangen. Sie müssen jetzt längere Umwege in Kauf nehmen. Die steile Treppe hinter der Eishalle ist für manche ältere oder behinderte Personen nicht zu benutzen. Kritisiert wird ebenfalls die mangelnde Beleuchtung an der Straße Nördlicher Park, die von den Fußgängern nun stärker genutzt wird, um zum Teichhaus oder Eisstadion zu gelangen. Ein Spaziergang in den Abendstunden wird hier zu einer wenig angenehmen Angelegenheit. Außerdem gefordert wird ein Tempolimit in der Terrassenstraße.

»Ich halte nicht viel von der Teilsperrung, ein wichtiger Abschnitt sollte auch weiterhin zu nutzen sein«, sagt Regina Schulz. Verständnis hat sie dagegen für die Tatsache, dass auch Bad Nauheimer während der Landesgartenschau Eintritt zahlen müssen. Für Marion Heidenreich bedeutet die Einzäunung des Parks einen großen Umweg in die Stadt. »Außerdem bringt die Sperrung auch den Kindern nur Nachteile. Für viele ist die Treppe hinter dem Eisstadion nicht gut zu bewältigen. Da müsste eine andere Lösung her«, meint sie.

Wolfram Schäfer ist im Kurpark regelmäßig als Spaziergänger unterwegs und findet die Sperrung schrecklich: »Gleich am ersten Tag habe ich vor verschlossenem Zaun gestanden. Uns Wanderern fehlt jetzt etwas Wichtiges in der Stadt.« Hubert Hiebsch hat für die Einfriedung der Grünanlage im Vorfeld der Landesgartenschau dagegen volles Verständnis. »Man muss an der Situation auch etwas Positives sehen. Der Park wird verschönert und Beschädigungen in Ordnung gebracht. Dafür nehme ich auch die Umbauarbeiten in Kauf«, betont er.

Völlig überrascht von der Sperrung wurde Stephan Rekow. Viele Menschen nutzten den Park als Abkürzung in die Innenstadt. Rekow: »Da ich viel Zeit im Park verbringe, fühle ich mich als Bad Nauheimer schwer getroffen.«

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Artikel vom 11.01.2010 - 02.00 Uhr
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