Bad Nauheim (jw/mw). Rund 400 Eishockeyfans zogen Sonntagabend vor dem Oberliga-Spitzenspiel zwischen dem EC Bad Nauheim und dem Herner EV im Colonel-Knight-Stadion (CKS) durch die Innenstadt, um für den Erhalt des Eisstadions zu demonstrieren.
In der Parkstraße vor der WZ-Redaktion legten sie einen kurzen Halt ein. Mit Spruchbannern gewappnet, von Trommelschlägen begleitet und lautstark Parolen rufend (»Eissport in Nauheim – so war es, so ist es, so wird es auch sein«) machten sie auf ihre Forderungen aufmerksam. Ein Plakat trug die Aufschrift »Bad Nauheimer Witz(el): LGS kills CKS«. Die Demonstranten sehen den kostenintensiven Erhalt des Eisstadions durch die nicht minder kostenintensiven Vorbereitungen für die Landesgartenschau gefährdet. Bad Nauheims Bürgermeister Bernd Witzel sprach sowohl vor der Partie auf dem Eis als auch bei der Pressekonferenz später zu den Fans beziehungsweise Journalisten – und machte dabei unmissverständlich deutlich: »Ich versichere, dass der Eissport erhalten bleibt. Es ist nur die Frage, wie. Wir haben noch Gespräche heute und in den nächsten Tagen«, sagte er. In dieselbe Kerbe schlug nach der Partie der Erste Stadtrat Armin Häuser. Es sieht also gut für den Eissport in der Kurstadt. Dies dürfte die Fans ein wenig beruhigt haben, die mit zahlreichen Aktionen im Rahmen des gestrigen Spitzenspiels gegen Herne mobil gemacht hatten.