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Augen auf im Blitzlichtgewitter

Artikel vom 12.01.2010 - 11.00 Uhr

Augen auf im Blitzlichtgewitter

Altenstadt (geo). Fast war der Betrachter geneigt, dem Tier Modelfähigkeiten zu bescheinigen. Selbst unter starkem Blitzlichtbeschuss blieb das weiße Perlauge, ein Rassemerkmal von Tümmlern, geöffnet. Die unerschrockenen Tiere waren am Wochenende in der Altenstadthalle zu sehen, wo der Club der Tümmler-Freunde seine vierte deutsche Schau ausrichtete.
Unerschrockene Tümmler: Fürs Foto lassen sich die Tiere problemlos von Ausstellungsleiter Heinrich Wenzel, Landrat Joachim Arnol
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Unerschrockene Tümmler: Fürs Foto lassen sich die Tiere problemlos von Ausstellungsleiter Heinrich Wenzel, Landrat Joachim Arnold, Bürgermeister Gerhard Schultheiß, Gemeindevorstandsmitglied Karl Frank und Landes-Vize-Vorsitzender Andreas Heide in die Hand nehmen. (Fotos: geo)
Über 300 Züchter aus Deutschland und ganz Europa stellten 3050 Tümmler aus. Wie groß die Anhängerschaft ist, wurde durch die zahlreichen Sondervereine deutlich, die sich mit Schauen anschlossen und damit ein großangelegtes »Festival der Tümmler« ermöglichten. Während der dreitägigen Schau wurde an das im Januar 2007 verstorbene Gründungs-und Ehrenmitglied Willi Stoll aus Höchst an der Nidder erinnert. Stoll war ein überaus engagierter und erfolgreicher Züchter von Kölner Tümmlern. Für seine Verdienste wurde er zum Bundesehrenmeister und zum Meister im Landesverband ernannt.

Eröffnet wurde die Ausstellung von Karl Frank, Mitglied des Gemeindevorstands. Heinrich Wenzel, Ausstellungsleiter und Vorsitzender des Clubs der Tümmler-Freunde, konnte auch den Nidderauer Bürgermeister Gerhard Schultheiß begrüßen. Der Club hat seinen Sitz in Nidderau/Ostheim. Schultheiß übernahm gemeinsam mit dem Altenstädter Bürgermeister Norbert Syguda die Schirmherrschaft für die Veranstaltung. »40 amtierende Preisrichter, teils mit Anfahrtswegen von bis zu 800 Kilometer, vergaben über 130-mal die Höchstnote vorzüglich«, erklärte Wenzel. Auch Landrat Joachim Arnold bescheinigte hervorragende Zuchtergebnisse. Den Besuchern werde ein interessanter Einblick in die Arbeit der Züchter vermittelt. Diese trügen dazu bei, dass Arten und Rassen erhalten blieben und fortentwickelt würden. Die Rassezucht bezeichnete Arnold als sinnvolle Freizeitbeschäftigung mit natur- und tierschützerischen Aspekten. »Seit Jahrhunderten begleitet die Taube den Menschen durch alle Kulturen. Im vergangenen Jahrhundert wurden die Tauben als Nachrichtenüberbringer eingesetzt.«

Andreas Heide, Vize-Vorsitzender des Landesverbandes Hessen-Nassau, machte deutlich, dass Vereine wie der Club der Tümmler-Freunde Eckpfeiler des Landesverbandes mit insgesamt 450 Vereinen und 20 000 Mitglieder sind. Heide selbst besitzt 200 Tiere der Rassen Dänische Tümmler, Startauben und Thüringer Weißschwänze. Er ist seit 1975 Züchter, bestritt ein Jahr später seine erste Ausstellung mit Thüringer Weißschwänzen in rot. Seine Liebe zum Tier spürt man sofort, wenn er über die Erfolge bei der Paarung und die Entwicklung der Jungtiere spricht. Schultheiß wies darauf hin, dass die Taube seit 5000 Jahren den Menschen begleitet. Sie sei ein Symbol der Versöhnung zwischen Gott und den Menschen. Innerhalb der Tümmler seien über 100 Rassen bekannt. Die Anhängerschaft verbreite sich über die ganze Welt, bis Nepal.

Preise für die erfolgreichsten Züchter wurden während des Züchterabends vergeben. Dieser fand am Tag nach der Eröffnung in der vorbildlich geschmückten Altenstadthalle statt.

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Artikel vom 12.01.2010 - 11.00 Uhr
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